Nachdem wir den Transporter abgeholt hatten, begannen wir am Freitagvormittag, so gegen 9:30 Uhr mit dem Beladen des Fahrzeugs. Ca. 1,5h später konnten wir dann Richtung Leipzig aufbrechen. Kurz noch einen Halt beim Supermarkt eingelegt, um restliche Lebensmittel und fehlende Utensilien zu kaufen. Mittlerweile saß Christian im Fernbus und kam dem Ziel Leipzig näher. Wir quälten uns gute 2,5h Stunden durch die Baustellen der A9 und kamen kurz nach 14:00 Uhr auf dem AGRA-Gelände an. Nach einer kurzen Wartezeit wurde uns ein Platz zugewiesen und wir begannen mit dem Aufbau des Lagers. Dunkle Wolken am Himmel über Leipzig, kündeten den Regen, der uns das ganze Wochenende begleiten sollte, bereits an. Christian kam genau zur rechten Zeit an und zu viert, war der Aufbau schnell hinter uns gebracht.

 

Den Abend genossen wir mit Gegrilltem und unserem selbstgemachten Met. Um halb eins macht jeder seins und wir legten uns erschöpft, aber zufrieden in die Zelte und schliefen auch bald ein.

 

Gegen 5:00Uhr war die Nacht auch schon zu Ende, denn Kalle und ich waren früh auf den Beinen. WARUM AUCH IMMER?!? Das Feuer wurde geschürt und die anderen geweckt. Farid bereitete ein leckeres Frühstück vor und der Tag konnte beginnen. Nach der Teilnahme an Bruder Rectus Morgenmesse, gingen wir unserem „Tagesgeschäft“ nach und belebten das Lager. Kalle nähte seine lederne Gürteltasche weiter, während Christian sich an dem "Weben“ eines Kettenhemdes probierte. Später schauten wir uns ein wenig auf dem Gelände um und begutachteten andere Lager und Marktstände. Alles begleitet von einigen Regenschauern. Während Kalle, Christian und ich uns für den Heerlagerumzug bereit machten, begann Farid mit dem Kochen seines vorzüglichen Fleischtopfes. Rind und Schwein müssen rein. Zwiebeln, Karotten und Knoblauch benötigt man auch. Salz, Pfeffer, Kräuter und viel dunkles Bier. Gönn es Dir.

Während die Zutaten im Topf ihr Aroma abgaben, nahmen alle außer dem Koch, am großen Heerlagerumzug teil.  Man unterhielt sich mit den anderen Lagernden und tauschte Erfahrungen und Geschichten aus. Mit dem Nachbarlager „Lokis Biber“ verabredete man sich für den nächsten Tag, um gemeinsam das Ritual des Badens im Zuber der Wolfin zu zelebrieren.

 

Begleitet von gelegentlichen Regenschauern und musikalischer Untermalung von zwei Bühnen (ja, genau zwischen den Bühnen zu lagern ist schon eine Herausforderung für die Ohren),  dem Verzehren des vorzüglichen Fleischtopfes und dem Trinken des selbstgemachten Mets, ging der Tag so langsam zu Ende. In der Dämmerung brachen drei Tapfere Recken des Bundes (einer blieb als Lagerwache zurück) auf, um ihr schauspielerisches Talent beim hervorragenden Pestumzug unter Beweis zu stellen. Erschöpft ging es dann irgendwann zwischen 1:oo und 2:00 Uhr ins Bett, nur…..

 

 

 

um am nächsten Morgen zur viel zur frühen Stunde wieder mit einem Guss aus den Wolken zu Erwachen. Der Sonntagvormittag war grau in grau, was aber der guten Stimmung der Morgenmesse, an der wir nach dem Frühstück teilnahmen, nicht schadete.

 

Wie am Vortag besprochen, trafen sich die männlichen Mitglieder vom Bund des Ostens und Lokis Bibern am Zuber und genossen das heiße Wasser, während die Besucherinnen vor so viel Männlichkeit rot anliefen. J

 

Nach dem großen Heerlagerumzug, machte sich der Hunger bemerkbar. Da die Herren aber zu faul waren, wurde die Geldkatze und die Gürteltaschen geöffnet und an den reichhaltigen Markständen geschmaust. Langos, Fleischspieß und auch Süßes wurde verspeist und so langsam verliessen die Besucher das Gelände.

 

Als der Marktmeister das Zeichen zum Abbau gab, packten wir unser Lager zusammen. Christian eilte um seinen Bus zu erreichen und Farid, Kalle und Martin begaben sich mit der Dunkelheit auf die Autobahn Richtung Heimat. Gegen 23:00Uhr kamen wir etwas erschöpft am Bestimmungsort an und wir luden noch schnell den Wagen aus, um dann in alle Himmelsrichtungen zu verschwinden.

 

Montagfrüh wurde der Wagen weggebracht, die Zelte zum Trocknen ausgebreitet und der Rest des Lagers verstaut.

 

Somit ging ein schönes Wochenende  zu Ende und wir freuen uns auf das nächste Lager.